Stealth Technik
Mit Stealth Technik wird die sog. Tarnkappen Technologie bezeichnet, die es ermöglicht, Objekte für das Radar unsichtbar zu machen. Dies geschieht durch Unterdrückung der vom Objekt reflektierten Emissionen des Radars. Weiterhin umfasst die Stealth Technik auch Methoden zur Abwehr von Ortung durch Infrarot und akustische oder optische Wahrnehmung, die vor allem beim Militär in Form von verschiedensten Mustern von Flugzeugen und Schiffen zum Einsatz kommt. Erste Versuche, militärische Objekte vor der Ortung durch feindliches Radar zu schützen, machte die Deutsche Marine im Zweiten Weltkrieg, als die Türme und Schnorchel der U Boote eine spezielle Radar absorbierende Lackierung erhielten. Auch ein für die Deutsche Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg entwickeltes Flugzeug der Gebrüder Horten, basierend auf dem Nur Flieger Prinzip, ist als Pionierstück der Stealth Technik in die Militär Historie eingegangen. Die US Amerikaner entwickelten auf der Grundlage o.g. Flugzeugs später den Langstrecken Tarnkappen Bomber der US Air Force, die B2. Daher weist das Modell Boeings eine erstaunliche äußerliche Ähnlichkeit zu dem Horten nur Flieger auf. Ein weiteres prominentes US amerikanisches Tarnkappen Modell ist die F-117.
Stealth Technik: Die Militärische Sicherheitsforschung
Die heute mit der Stealth Technik ausgerüsteten militärischen Vehikel besitzen im Gegensatz zu den Vorgängern aus der Anfangszeit der Tarnkappen Technologie jedoch einen weitaus effektiveren Schutz vor feindlicher Ortung. Auch ältere konventionelle Modelle werden durch das Nachrüsten mit speziellen Rüstsätzen schwerer zu orten, da ihr Radarquerschnitt reduziert wird. Dies wird zum Beispiel dadurch erreicht, dass die Winkel der Tragflächen der Flugzeuge so angelegt werden, dass sie die empfangenen Radarstrahlen nicht zum Sender bzw. Empfänger zurückwerfen, sondern ablenken.
Stealth Technik: Die Rüstungsfirmen für Spezielle Gefährliche Einsetze
Die bei der Entwicklung von mit Tarneigenschaften ausgerüsteten Flugzeugen von den Rüstungsfirmen gemachten Erfahrungen werden mittlerweile auch auf dem Sektor des militärischen Schiffbaus angewendet. Erste Baureihen radarabsorbierender Kriegsschifftypen sind so schon mit entsprechend veränderten Aufbauten und Decks, die auf rechte Winkel verzichten, vom Stapel gelaufen. Aushängeschild dieser Generation an Tarnkappen Schiffen ist die US amerikanische Zerstörer Klasse Arleigh-Burke. Auch der Einsatz von Kunststoffen hat neben der Verwendung von Verbunds Stoffen, sog. Kompositen, beim Schiffsbau schon Einzug gehalten und ersetzt bisher verwendete Metalle, bspw. am Rumpf. Diese Entwicklung kann man momentan sehr gut an der neuen schwedischen Korvette der Visby Klasse begutachten. Um die Wirkung der Stealth Technologie noch zu verstärken, wird neben der Verwendung nichtmetallischer Bauteile und radarabsorbierender Lacke zudem versucht, elektromagnetische Emissionen zu unterdrücken bzw. zu reduzieren. Dazu wird während des Einsatzes auf Funk und Radar gänzlich verzichtet, was die Ortung durch den Feind noch weiter erschwert.