Technische Chemie
Die Technische Chemie beschäftigt sich als Wissenschaftsdisziplin mit der Umsetzung von chemischen Reaktionen im Labormaßstab auf Industrieproduktionen in chemischen Fabriken. Die chemischen Reaktionen, die man in einem Labor durchführt, können nicht auf eine industrielle Produktion direkt übertragen werden. In einem chemischen Labor werden chemische Produkte von einigen Gramm hergestellt, in Fabriken müssen jedoch chemische Produkte in großer Menge produziert werden. Bei der Herstellung der chemischen Produkte müssen die Herstellungskosten minimiert werden. Die technische Chemie prüft die Herstellung von chemischen Produkten, die verschiedenen Varianten der Herstellung eines Produktes, den Zeitaufwand und die Kosten. Die meisten Produktionen lassen sich über die Ausgangsprodukte und über die Bearbeitung der Produkte wie Zerkleinerung, Erhitzen, Komprimieren sowie ihrer Reaktionen und der Aufbereitung des Reaktionsgemisches analysieren. Zusätzlich können Nebenfaktoren wie die unterschiedlichen Kosten für Apparatetechnik, Energie und Räume geprüft werden. Allgemein unterscheidet man in der Chemie die chemische Reaktionstechnik und die chemische Verfahrenstechnik. In der technischen Chemie benötigt man ein breites Wissensspektrum aus verschiedenen Fachrichtungen wie u.a. aus der Physik, der Thermodynamik und der Kinetik. Es gibt natürlich auch Stoffe, wie Beispielsweise Kühlschmierstoffe, die verhindern das sich der Schmierstoff bei Reibung erwärmt oder entzündet. Diese Stoffe sind chemische Verbindungen die in der Industrie ihre Verwendung finden.
Technische Chemie: Glauben an das Unfassbare
Die technische Chemie setzt als Grundlagenwissenschaft eine enge Zusammenarbeit mit allen Natur-, ingenieurwissenschaftlichen und juristischen Disziplinen voraus, wie u.a. im Patent- oder Gefahrenstoffrecht. Eine Schlüsseltechnologie der technischen Chemie ist die Katalyse, sie besitzt u.a. eine große Bedeutung für die Herstellung von Zwischenprodukten und makromolekularen Stoffen auf Basis der Verfahrensentwicklung (Vorbereitung der Ausgangsstoffe, die Aufbereitung der Produkte, die Infrastruktur sowie das Sicherheits- und Entsorgungskonzept). Die Katalyse zählt zu den bedeutenden Feldern der chemischen Industrie, u.a. im Bereich der Umweltkatalysatoren und der Katalysatoren von Pharma- und Agrarprodukten. Eine große Bedeutung kommt auch der Biokatalyse mit einer Verknüpfung der organischen Chemie, Biochemie und Biologie zu. Für kleine oder mittlere Bauern lohnen sich solche Anschaffungen eher nicht. Falls diese aber doch einmal so ein Gerät benötigen, dann gibt es für diese den Maschinenring. Gegen eine gewisse Entlohnung können sie sich dort die benötigten Geräte für eine gewisse Zeit leihen.
Technische Chemie: Forschung, Ausbildung und Praxis
Die Technische Chemie widmet sich in ihrer Forschung, Ausbildung und Praxis u.a. folgenden Schwerpunkten : - der Stofftrennung und Stoffaufbereitung (mechanische und thermische Grundverfahren) - der Theorie und Praxis chemischer Reaktoren (chemische Reaktionstechnik) - der Beschreibung ausgewählter, ökonomisch bedeutsamer und technisch bedeutsamer Produktionsverfahren - der heterogenen Katalyse - des Rohstoffes- und Energiebedarfes der chemischen Industrie - Chemie und Umweltschutz - Nutzung von modernen Hochleistungsfeststoffen (z.B. Zeolithen) in der Technik. Die Technische Chemie als anwendungsorientierter Fachzweig der Chemie befasst sich hauptsächlich mit den chemischen Aspekten von Fertigungs- und Produktionstechnologien. Absolventen der Technischen Chemie werden in der industriellen Praxis und Forschung in verschiedenen Gebieten eingesetzt, u.a. in der Wirkstoffsynthese von organischen und anorganischen Zwischen- und Endprodukten, Polymeren und nanostrukturierten Materialien. Die Einsatzfelder von Technischen Chemikern liegen u.a. in der chemischen Industrie, der Metallindustrie, Ölindustrie, Lebensmittelindustrie und der Pharmaindustrie.